Vor(ur)teile

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HOLZRAHMENBAU - Vor(ur)teile

Vorurteil: Holzrahmenbau ist keine solide Bauweise

Gegenargument: Standsicherheit ist das erste Gebot beim Häuserbau!

Für nahezu jedes Genehmigungsverfahren verlangen deutsche Bauämter die Vorlage einer statischen Berechnung. Die dabei aufgenommenen Lasten sind zwar regional unterschiedlich (Wind und Schneelast), aber für alle Gebäude gleich.

Die Standsicherheit eines Gebäudes hängt nicht von dem verwendeten Baustoff, sondern von der gewählten Kon- struktion, der sorgfältigen Tragwerksplanung und der Einhaltung einschlägiger Vorschriften und Normen ab.

Holzhäuser - speziell Fachwerkhäuser - stehen in Deutschland schon seit mehreren hundert Jahren!

Vorurteil: Holzbau ist teuer

Gegenargument: Holzbau ist seinen Preis wert!

Holzgerechte und durchdachte Planungen belegen an vielen Beispielen, dass der Holzrahmenbau auch im Hinblick auf die Herstellungskosten eine attraktive Alternative darstellt.

  • Schlanke Wandquerschnitte ermöglichen Wohnraumgewinne bis zu 10 %
  • Die überdurchschnittliche Dämmung spart Energiekosten
  • Die kurzen Bauzeiten senken Miet- und Finanzierungskosten und ermöglichen eine schnelle Nutzung
  • Der Anteil an Eigenleistung kann im Holzrahmenbau überdurchschnittlich hoch liegen
  • Pflege- und Instandhaltungskosten sind durch konstruktiven Holzschutz gering

Vorurteil: Schädlicher chemischer Holzschutz

Gegenargument: Holzschutz ist eine Sache der Planung

Holzbauteile können ohne chemischen Holzschutz verarbeitet werden, wenn sie trocken verarbeitet und vor längerer Durchnässung geschützt sind.

Sie werden konstruktiv vor Regen geschützt und eingedrungene Feuchtigkeit kann durch die diffusionsoffene Ober- fläche wieder verdunsten.

Vorurteil: Hoher Wertverlust

Gegenargument: Hoher Wiederverkaufswert durch ökologische Bauweise

Die Erfahrungen der letzten Jahre lassen vermuten, dass die Kosten für die Energieversorgung auch in Zukunft steigen werden. Das lässt es sinnvoll erscheinen, den Energiebedarf eines Hauses so gering wie möglich zu halten.

Naturbelassene Oberflächen und offene Holzbalkendecken senken den Pflegeaufwand. Durch die Entscheidung für natürliche Baumaterialien und den Verzicht auf chemische Konservierung sind Holzrahmenbauten ein großer Schritt in Richtung Wohngesundheit; nicht umsonst werden sie für Allergiker empfohlen.

Vorurteil: Holz gehört in den Wald

Gegenargument: Vorteil für den Wald durch Holznutzung

Die Waldfläche Deutschlands umfasst rund 30 % der Gesamtfläche. Der Holzwuchs beträgt ca. 60 Millionen Fest- meter, von denen zur Zeit nur 40 Millionen genutzt werden. Eine Steigerung der Holznutzung würde den Wald weder verkleinern noch schädigen.

Die Mehrnutzung könnte sogar 20 - 30 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr zusätzlich dauerhaft binden und damit dem Treibhauseffekt entgegenwirken.

Vorurteil: Holz verrottet

Gegenargument: Fachgerechte Holzkonstruktionen überdauern Jahrhunderte

Holz leidet in erster Linie bei ständiger Duchfeuchtung. Holzschädlinge, wie z.B. Pilze, können erst einen Schaden im Holz anrichten, wenn dieses über mehrere Monate nass wird. Das Problem kann durch holzgerechte Konstruktion vermieden werden.

  • Im Innenbereich durch Sperren gegen aufsteigende Feuchtigkeit
  • Im Außenbereich durch ausreichende Bodenabstände und Dachüberstände
  • Im Fassadenbereich durch Hinterlüftung
  • Im Wand- und Deckenbereich durch diffusionsoffene Konstruktion

Anstriche sind - sofern sie aus atmungsaktiven Materialien bestehen - als optische Gestaltungsmittel möglich, ver- längern jedoch nicht die Lebensdauer des Holzes.

Unbehandelte Hölzer und Holzfassaden haben bei fachgerechtem Aufbau Jahrhunderte überdauert.

Vorurteil: Holz brennt schnell

Gegenargument: Tragfähigkeit bleibt lange erhalten

Dass Holz brennt, ist nicht von der Hand zu weisen, aber

  • Brände entstehen nicht in der Wand, sondern im Gebäude; dadurch unterscheiden ist Holz- und Steinhäuser
     nicht
  • Das Holz ist durch schwer entflammbare Werkstoffe abgeschirmt, so dass es lange Zeit vom Brand abge-
     schirmt wird.
  • Es verbiegt sich unter Hitzeeinwirkung nicht, dadurch verringert sich die Einsturzgefahr.
  • Es schmilzt nicht, dadurch keine Tropfgefahr.

Bei geringfügigen Bränden bleibt die Tragfähigkeit erhalten, so dass Renovierungen mit geringem Aufwand vorge- nommen werden können, was vor allem Versicherer in ihrer Kalkulation positiv bewerten.

Vorurteil: Holz ist hellhörig

Gegenargument: Variable Decken- und Wandaufbauten
für überzeugende Schalldämmwerte

Bei entsprechender Konstruktion und durch die durchdachte Kombination leichter und schwerer Baustoffe werden selbst in drei- und viergeschossigen Holzrahmenbauten die gesetzlichen Rahmenbedigungen an den Schallschutz erfüllt.

Bei besonderen Auflagen (z.B. Flug- und Straßenlärm) lassen sich durch zusätzliche Maßnahmen hervorragende Werte erzielen.

  • Möglicher Dachaufbau mit sichtbaren Holzbalken (von oben nach unten):
  • Hobeldielen auf Lagerhölzern
  • Trittschall- und Hohlraumdämmung
  • Steinplatten
  • Bitumen Filzmatte
  • Faserbretter
  • sichtbare Holzbalken

Vorurteil: Vergiftung durch Formaldehyd

Gegenargument: Formaldehyd ist ein natürlicher Bestandteil unserer Umgebung

In der Vergangenheit sind Holzwerkstoffe durch Berichte über angeblich unzulässig hohe Formaldehydabgabe in Verruf geraten.

Dabei ist die Wohngesundheit naturbelassener Hölzer unbestritten und der natürliche Formaldehydgehalt völlig un- bedenklich.

Problematisch können chemische Zusätze werden, die im Holzrahmenbau gemieden werden. Müssen sie doch ver- arbeitet werden, so werden ökologisch unbedenkliche Materialien eingesetzt. Dies kann jederzeit durch Gutachten untermauert werden.

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